Adlerwarte am Pfänder
Adlerwarte Pfänder

Von 1. Mai bis 5. Oktober 2014 geöffnet, Freiflüge täglich um 11.00 und 14.30 Uhr.

Eintrittspreise
Erwachsene € 5,90
Kinder € 2,90
Reisegruppen ab 15 Personen € 5,00

CHF werden gerne zum aktuellen Kurs entgegengenommen.

Die sehr schön angelegte Adlerwarte finden Sie am Wildpark-Rundwanderweg, 10 Gehminuten von der Pfänderbahn-Bergstation bzw. dem Berghaus Pfänder.

Das Ziel der Adlerwarte ist es, den Besuchern die Greifvögel näher zu bringen und Wissenwertes über diese wunderbaren Tiere zu vermitteln. Die gezeigten Vögel wurden nicht der freien Wildbahn entnommen, sondern stammen zur Gänze aus Nachzuchten. In einer rund 35-minütigen Vorführung erleben Sie frei am Himmel fliegende Greifvögel im Aufwind des Pfänderhanges. Nach atemberaubenden Flügen kehren die Vögel zum Falkner, der unmitttelbar vor Ihnen steht, zurück. Verhalten und Lebensgewohnheiten dieser teilweise in ihrem Bestand bedrohten Tiere werden ausführlich erläutert.

Die Greifvogel-Freiflüge finden außer bei Nebel immer statt.

Achtung! Lassen Sie auf der Terrasse des Berghauses Pfänder Ihr Schnitzel nicht unbeaufsichtigt. Felix, der rote Milan, könnte zwischenlanden und es sich von Ihrem Teller holen.

Adlerwarte Pfänder
Familie Seylehner

A-6911 Lochau, Österreich
Tel. 0043 (0)664 90 53 04 0
Fax 0043 (0)5574 42160-4
 


HINWEIS

Bei den Wegen am Pfänder handelt es sich nicht um Wege im Eigentum der Pfänderbahn. Die Pfänderbahn AG ist nicht Weghalter. Es handelt sich um Berggelände, so dass wir empfehlen festes geländetaugliches Schuhwerk zu verwenden.

Falknerin Manuela Seylehner im Gespräch

Pfb.: Wann erwachte Ihre Liebe zu Greifvögeln?
Fr. Seylehner: Bereits als Kind war ich von Greifvögeln fasziniert. Der Grund war, dass mein Vater sich intensiv mit Falken beschäftigte. Er zog sie auf und pflegte sie, ging mit Ihnen auf die Jagd.

Pfb.: Wann haben Sie sich entschlossen Ihr Leben den Greifvögeln zu widmen?
Fr. Seylehner: Als mein Vater im Jahr 1990 sein Hobby zum Beruf machte und eine Adlerwarte auf der Burg Hohenwerfen einrichtete. Ich absolvierte eine Falknerlehre, machte die Jagdprüfung und arbeitete im väterlichen Betrieb.

Pfb.: Seit wann sind Sie am Pfänder und warum?
Fr. Seylehner: Wir sind seit 1994 - mittlerweile 10 Jahre - am Pfänder. Mein Vater gab seine Adlerwarte auf und für mich und meinen Mann stellte sich die Frage, diese zu übernehmen. Wir sehnten uns nach einer neuen Herausforderung und somit kam die Anfrage von Hrn. Kinz zum richtigen Zeitpunkt. Nach kurzer Überlegung und Prüfung der Umgebung zogen wir mit samt unseren Greifvögeln für die Sommermonate auf den Pfänder.

Pfb.: Mit welchen Vögeln starteten Sie die Flugschauen am Pfänder?
Fr. Seylehner: Wir haben mit den mehr oder weniger selben Vögeln, welche auch heute noch eingesetzt werden, begonnen. Im Laufe der Jahre haben sich unsere Geier vermehrt - es gibt mittlerweile drei Nachkommen. Ansonsten arbeiten wir mit Falken, Milanen, Uhus und verschiedenen Adlern.

Pfb.: Wie sieht ein Tag im Leben eines Falkners aus?
Fr. Seylehner: Tagwache ist um ca. 6 Uhr. Danach werden die Vögel gefüttert, gepflegt und ins Freie gelassen. Anschließend reinigen wir die Volieren. Weiter geht es mit den Vorbereitungen für die erste Flugvorführung um 11.00 Uhr, dann kurz eine Mittagspause und schon beginnen die Vorbereitungen für die zweite Flugvorführung um 14.30 Uhr. Nach den Flugvorführungen stehen wir den Besuchern für persönliche Gespräche zur Verfügung. Mit unseren Jungvögeln trainieren wir täglich um Ihre Flugkünste zu verfeinern. Abends werden unsere Greifvögel wieder vom Freien in die Volieren gesetzt und der Tag geht zu Ende.

Pfb.: Den Winter verbringen Sie in Oberösterreich? Haben Ihre Vögel dann Urlaub?
Fr. Seylehner: Ja, während des Sommers wurde hart gearbeitet und im Winter folgt die verdiente Pause. Greifvögel sind von Natur aus energiesparend unterwegs. Sie fliegen nur um Fressen zu besorgen. Da sie von uns reichlich gefüttert werden, genießen sie es unbeschwert Sonne zu tanken und zu baden. Das Fliegen ist nicht ihr Hauptlebensinhalt und somit verstehen Sie es prächtig den Urlaub zu genießen.

Pfb.: Wird diese Liebe jemals enden?
Fr. Seylehner: Nein, sicher nicht - diese Liebe hält auf ewig.

Pfb.: Danke für das Gespräch.